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Branchenreport

Die österreichische Möbelindustrie erwirtschaftete im Jahr 2024 eine Gesamtproduktion von 2,70 Mrd. Euro. Das entspricht einem Rückgang von -4 Prozent gegenüber den Vorjahresergebnissen. Gleichzeitig gingen die Exporte um -7,4 Prozent auf 1,16 Mrd. Euro zurück. Gestiegene Lohn-, Material- und Energiekosten sowie hohe Zinsen belasteten die heimische Möbelindustrie. Aufgrund der Inflation, der unsicheren Konjunkturlage und steigender Lebenshaltungskosten kühlte das Konsumklima zudem spürbar ab und sorgte für eine Kaufzurückhaltung der Verbraucher.

45

Betriebe

2,7 Mrd. €

Produktionsvolumen

4.600

Beschäftigte

Top 10 der Exportländer 2024

Insgesamt sanken die Möbelausfuhren 2024 um -7,4 Prozent auf 1,16 Mrd. Euro. Die drei stärksten Abnehmerländer sind weiterhin Deutschland, die Schweiz und Polen. Dabei waren die Exporte nach Deutschland und in die Schweiz rückläufig, während die Exportwerte von Polen leicht stiegen.

Top 10 der Importländer 2024

Die Importe gingen 2024 um -2,7 Prozent auf 2,36 Mrd. Euro zurück. Das stärkste Einfuhrland Deutschland spiegelte mit einem deutlichen Minus die Marktlage wider. An zweiter und dritter Stelle der Importbilanz rangieren Polen und China. Insbesondere der zweistellige Zuwachs von China und die Zunahme von Billigimporten setzen die mittelständischen heimischen Möbelhersteller massiv unter Druck.

Produktion

Anteile der Möbelsektoren am gesamten Produktionstvolumen von 2024 in Mio. €

Jährliche Entwicklung der Gesamtproduktion seit 2017 in Mrd. €

Neben den „sonstigen Möbeln“ sind es vor allem „Wohnmöbel“, „Büromöbel“, „Küchenmöbel“ und „Ladenmöbel, die die größten Anteile am österreichischen Produktionsvolumen ausmachen. In nahezu allen Sparten waren die Tendenzen 2024 rückläufig – positiv entwickelten sich nur „sonstige Möbel“ sowie „Polstermöbel“.

Die Gesamtproduktion entwickelte sich seit 2017 bis 2020 stabil. In den Corona-Jahren 2021 und 2022 gab es einen starken Zuwachs. Seitdem ist die Produktion wieder leicht rückläufig, aber weiterhin auf Vor-Corona-Niveau. Von 2023 auf 2024 verringerte sich die Produktion um rund 3,9 %.

Exporte

Anteile der Möbelsektoren am gesamten Exportvolumen von 2024 in Mio. €

Jährliche Entwicklung der Gesamtexporte seit 2017 in Mrd. €

Den größten Anteil am Exportvolumen haben die Möbelsektoren „sonstige Möbel“, „Polstermöbel“, „Wohnmöbel“ und „Büromöbel“.
Die Entwicklung in den vergangenen Jahren seit 2017 zeigt eine rückläufige Entwicklung von 2018 bis 2020. In den anschließenden Corona-Jahren bis 2022 nahm der Export stark zu, entwickelt sich seitdem aber wieder rückläufig – allerdings ohne auf das Niveau von 2020 zu sinken. Von 2023 auf 2024 verringerte sich das Exportvolumen dabei um rund 7,2 %.

Importe

Anteile der Möbelsektoren am gesamten Importvolumen von 2024 in Mio. €

Jährliche Entwicklung der Gesamtimporte seit 2017 in Mrd. €

Importiert werden vor allem „Polstermöbel“ und „sonstige Möbel“ sowie – mit einigem Abstand – „Wohnmöbel“ und „Küchenmöbel“. Seit 2017 hat das Volumen stark zugenommen. Großen Zuwachs gab es in den Corona-Jahren bis 2022. Seitdem bleiben die Importe mit nur leichtem Rückgang von 2,1 % auf einem hohen Niveau.